Fader Beigeschmack

Wie im Hinspiel konnte der TV Königsberg dem HSV Thüngersheim über weite Strecken Paroli bieten, jedoch geriet der Sieg nach einer schwachen zweiten Halbzeit einmal mehr außer Reichweite.
TV Königsbergk - HSV Thüngersheim 22:30 (9:11)

Auch wenn es für den TV Königsberg um nichts mehr ging, wollte der Gastgeber seinen Fans nach einer ernüchternden Rückrunde einen versöhnlichen Saisonabschluss bieten. Beide Team starteten dementsprechend engagiert in die Partie, der TVK zeigte sich in der Deckung auf der Höhe, scheiterte aber einige Male am Torhüter des HSV Thüngersheim. Nach gut fünf Minuten konnte das Publikum jedoch kaum seinen Augen trauen, als das bereits in dieser Phase heillos überforderte Schiedsrichtergespann Brotzeller/Vanhof den TVK für harmlose Foulspiele mit drei Mann in Unterzahl schickte, während vergleichbare Aktionen auf der Gegenseite noch gegen Ende der ersten Hälfte bestenfalls mit gelber Karte gewürdigt wurden.

Wenig verwunderlich gerieten die Hausherren als Konsequenz schnell mit 2:7 in Rückstand. Erst nach dem 4:10 fanden die Regiomontanusstädter in die Partie und konnten sich, angeführt vom stark parierendem Tobias Valtenmeier, bis zur Halbzeit wieder mit 9:11 ins Spiel zurück kämpfen, während die Gäste in dieser Phase ihrer schwach besetzten Bank konditionell Tribut zollen mussten.

Auch nach der Pause bestimmte der TVK, angetrieben vom stark aufspielenden Michael Schneider, das Geschehen. Zwar stemmte sich Thüngersheim mit Händen und Füßen dagegen, mit dem 14:14 konnten die Hausherren jedoch ausgleichen und postwendend sogar mit 15:14 die Führung erobern. Im Gegenzug setzten jedoch die Gäste nach und gingen mit dem 15:16 wieder in Front. Jetzt verlor der TVK wieder etwas den Spielfaden und die Konsequenz in der Abwehr, womit er es dem HSV erneut erlaubte sich auf 16:21 abzusetzen.

Da nur noch zehn Minuten auf der Uhr standen, versuchten die Regiomontanusstädter noch einmal alles in die Waagschale zu werfen, wurden jedoch immer wieder von den Referees ausgebremst, die einer Bezirksliga-Partie nicht gewachsen schienen. Besonders in dieser Phase waren diese nicht in der Lage Ruhe auf das Spielfeld zu bringen, stattdessen wurden die Emotionen auf Spielfeld und Bank durch einseitig unorthodoxe Regelauslegungen immer weiter angefacht, die dann immer wieder mit Zeitstrafen gegen den TVK geahndet wurde. Nebensächlich war da, dass sich die Gäste nach dem 18:22 bis zum 19:28 immer weiter absetzen konnten und den Sieg am Ende mit 22:30 klar gestalten konnten.

Auch wenn der HSV Thüngersheim, angepeitscht von seinen leidenschaftlichen Schlachtenbummlern, sicher kein unverdienter Sieger war, konnte der TV Königsberg jedoch andeuten, dass er bei einer ausgeglicheneren Spielleitung durchaus in der Lage war mitzuhalten und auch um den Sieg ein Wörtchen hätte mitreden können. So wurde der Spielverlauf ein Ebenbild des Hinspiels, als der TVK ebenfalls über 40 Minuten auf Augenhöhe agierte.

Zusammenfassend lässt sich nach dieser ernüchternden Spielzeit sagen, dass oft mehr drin gewesen wäre, wenn sich das Team nicht immer wieder selbst im Weg gestanden und konstantere Leistungen hätte abrufen können. Für die nächste Bezirksliga-Saison gilt es nun endlich den Hebel umzulegen und in der Vorbereitung die offenen Baustellen konsequent anzugehen.

Es spielten: Tobias Valtenmeier, Uwe Schmidt - Michael Schneider (6), Kevin Rieger (4), Alexander Sinner (3/1), Bastian Schneider (2), René Böhm (2), Felix Käb (2), Stephan Rausch (1), Florian Schmidt (1), Bastian Walk (1), Tobias Höche, Manuel Waldenmeier, Marius Hofmann

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